Offenlegung vorweg: Ich habe mich an einem Makler-CRM beteiligt — als Mitgründer von propgen. Beim Thema „Welches CRM ist das beste?" bin ich damit nicht mehr der neutrale Dritte und liefere keinen unabhängigen Vergleich mehr. Diesen Interessenkonflikt verstecke ich nicht, ich lege ihn offen — hier wie überall.
Meine Arbeit lebt von einer Sache: dass Makler mir glauben, wenn ich etwas einschätze. Diese Glaubwürdigkeit wäre sofort dahin, wenn ich eine Beteiligung verschweige und so tue, als wäre ich neutral. Bin ich nicht mehr. Wer mich künftig fragt „Welches CRM soll ich nehmen?", bekommt von mir eine Meinung — aber keine neutrale Schiedsrichter-Antwort. Das gehört auf den Tisch, bevor wir über irgendetwas anderes reden.
Anlass ist eine neue Folge meines Podcasts „ImmoKaiser". Darin spreche ich mit Silab Kamawall, der über sieben Jahre Propstack als Gründer und CEO aufgebaut hat. Wir reden bewusst weniger über Funktionslisten als über die Fragen dahinter: Warum überhaupt ein neues CRM? Was kann KI im Makleralltag heute wirklich leisten — und wo zieht man besser die Handbremse? Die ganze Folge hören →
Aus Beratersicht ist die ehrliche Antwort: weil sich die Grundlage verschoben hat. Bis vor Kurzem war „KI im CRM" im Kern ein Textgenerator mit Marketing-Etikett. Mit der Modellgeneration des Jahres 2025 hat sich das verschoben — Systeme können recherchieren, mehrstufige Aufgaben vorbereiten und Daten aus Dokumenten strukturieren. Das verändert nicht ein einzelnes Feature, sondern die Frage, wie ein CRM überhaupt gebaut sein sollte. Wer heute eine CRM-Entscheidung trifft, entscheidet implizit mit, wie gut sein Büro diese Verschiebung mitnimmt.
1. KI ist ein Multiplikator, nicht ein Sparhebel. Die spannendere Frage ist nicht „Wie viele Stellen spare ich?", sondern „Was schaffe ich mit demselben Team, wenn ihm KI zur Seite steht?". In der Praxis sehe ich beide Denkweisen — und die zweite führt fast immer zu besseren Ergebnissen: mehr betreute Mandate, schnellere Reaktion, weniger Liegengebliebenes, ohne dass jemand entlassen wird. Mehr zur Haltung dahinter steht bei propgen unter „Über uns".
2. KI-nativ schlägt nachgerüstet — und das ist eine Architekturfrage. Bei der CRM-Wahl lohnt der genaue Blick, ob KI von Grund auf eingebaut oder nachträglich aufgesetzt ist. Der Unterschied wird sichtbar am Gedächtnis: Bleibt das Gespräch in einem externen KI-Tab und nur das Ergebnis wandert zurück ins CRM? Oder kennt der Assistent den Kontext aus dem ganzen System — Kontakte, Objekte, Aktivitäten — in jeder Antwort? Wie das konkret aussieht, zeigt der KI-Assistent von propgen. Den ausführlichen Hintergrund zur Folge gibt es übrigens auch als Begleit-Artikel.
3. Datenschutz gehört an den Anfang, nicht ans Ende. Sobald KI im Maklerbüro mitarbeitet, wird DSGVO zur Architekturfrage und nicht zum Cookie-Banner. Die Punkte, die ich mit Mandanten durchgehe: Wo wird verarbeitet (EU?), gibt es einen Auftragsverarbeitungsvertrag, werden die eigenen Daten zum Modelltraining genutzt, und bleibt der Mensch in der Schleife? Eine saubere Aufstellung dazu findet sich am Beispiel, wie propgen Datenschutz und KI zusammendenkt.
Auch wenn ich nicht mehr neutral bin: Die Fragen, die ich Makler vor einer CRM-Entscheidung stelle, sind systemunabhängig. Sie helfen Dir, egal für welchen Anbieter Du Dich am Ende entscheidest:
Wenn Du diese fünf Fragen ehrlich beantwortest, brauchst Du keinen neutralen Schiedsrichter mehr — Du hast Deine eigenen Kriterien.
Was bleibt: Ich berate weiter zu Digitalisierung, KI und Prozessen im Maklerbüro, und der „ImmoKaiser"-Podcast läuft weiter. Was sich ändert: Ich bin beim CRM-Thema nicht mehr der unabhängige Vergleicher. Wo propgen vorkommt, steht meine Beteiligung dabei — so wie in diesem Beitrag.
Bedeutet das, der CRM-Vergleich ist vorbei? Der neutrale Vergleich in der bisherigen Form ergibt für mich nicht mehr denselben Sinn, weil ich nicht mehr der außenstehende Beobachter bin. Ich sage offen, wo ich beteiligt bin — und überlasse die Bewertung damit transparent Dir.
Kann ich Dich trotzdem zur CRM-Auswahl fragen? Ja — mit dem Wissen, dass ich eine Meinung und eine Beteiligung habe. Beides liegt offen. Viele Mandanten finden das hilfreicher als eine vorgetäuschte Neutralität.
Was ist propgen genau? Ein KI-natives Makler-CRM, an dem ich als Mitgründer beteiligt bin. Details findest Du auf propgen.de — bewertet wird dort von mir naturgemäß nicht neutral.
Transparenz-Hinweis: Dieser Beitrag verweist mehrfach auf propgen, ein CRM, an dem ich als Mitgründer beteiligt bin. Es handelt sich nicht um eine unabhängige Produktbewertung.
Reinhören lohnt sich — und wenn Du über Digitalisierung und KI in Deinem Maklerbüro sprechen willst: Kontakt.